Die Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren im Land Sachsen-Anhalt e. V. (LASSA) ist die Interessenvertretung soziokultureller Projekte gegenüber den politischen Verantwortungsträgern und der Öffentlichkeit.
Die Arbeit des Vereins und der dazu gehörigen Koordinierungsstelle beinhaltet die Unterstützung der Weiterentwicklung der Soziokultur auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen; die Stärkung des soziokulturellen Netzwerkes in Sachsen-Anhalt; die Vernetzung landesweiter Träger der Jugendkultur, der politischen Bildung, der Kultur und des bürgerschaftlichen Engagements; sowie die Organisation von Bildungs- und Qualifizierungsseminaren und Foren auf dem Feld der Soziokultur.
In Sachsen-Anhalt bieten mehr als 25 im LASSA e.V. organisierte soziokulturelle Einrichtungen und Projekte landesweit einen niedrigschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur. Vor allem bildungsferne Gruppen, Jugendszenen, Menschen mit Migrationshintergrund und generationsübergreifende Zielgruppen werden angesprochen.
Die Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren im Land Sachsen-Anhalt e. V. (LASSA) wird gefördert und unterstützt von Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Mit dem Jahresprojekt „ECHO. RÄUME DER SOZIOKULTUR“ realisiert die LASSA im Jahr 2026 ein landesweites Vernetzungsformat, das kulturelle Teilhabe, Austausch und gemeinsames künstlerisches Arbeiten in den Mittelpunkt stellt. Die Umsetzung des Projekts wird maßgeblich durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung als Hauptförderin ermöglicht.
In Halberstadt, Burg und Stendal entstehen künstlerische Prozesse und Formate, in denen Menschen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe zusammenkommen, gemeinsam künstlerisch arbeiten und ihre Perspektiven einbringen. Im Zentrum steht dabei das Verständnis von Kultur als offener, kollektiver Prozess, der Begegnung ermöglicht und neue Verbindungen zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Kunst, Bildung und Zivilgesellschaft schafft. Die Echo-Standorte werden jeweils durch die Partnerschaften für Demokratie im Landkreis Harz, im südlichen Jerichower Land sowie im Landkreis Stendal unterstützt. Auf diese Weise werden bestehende Strukturen gestärkt und nachhaltige Netzwerke im ländlichen Raum weiterentwickelt.
Ein besonderer Höhepunkt ist der TAG DER SOZIOKULTUR am 13.10.2026 im Kulturhaus Tangerhütte. Die Veranstaltung wird durch das Land Sachsen-Anhalt unterstützt und bringt ähnlich wie im Jahr 2024, Projekte, Initiativen und Interessierte aus dem gesamten Land zusammen. Damit setzt das Projekt ein deutliches Zeichen für kulturelle Teilhabe und eine langfristige Stärkung soziokultureller Vernetzung in Sachsen-Anhalt.
Die nachfolgende gemeinsame Stellungnahme der Kulturinstitutionen Sachsen-Anhalts reagiert auf die kulturpolitischen Aussagen der AfD und deren mögliche Auswirkungen auf die Freiheit von Kunst, Kultur und historischer Erinnerung. Die unterzeichnenden Einrichtungen warnen vor Tendenzen, kulturelle Vielfalt und erinnerungskulturelle Arbeit politisch zu vereinnahmen und an nationale Identitätsvorgaben zu binden.
Vor dem Hintergrund dieser kulturpolitischen Aussagen wird eine Entwicklung beschrieben, die zentrale Prinzipien demokratischer Kulturarbeit – insbesondere Offenheit, Pluralität und künstlerische Freiheit – in Frage stellen könnte. Die Stellungnahme versteht sich als gemeinsames Bekenntnis zu einer vielfältigen, wissenschaftlich fundierten und freiheitlich-demokratischen Kulturpolitik in Sachsen-Anhalt.
Die ausführliche Analyse und Begründung der gemeinsamen Position finden sich in der folgenden Stellungnahme.